Studie: Frühe Behandlung hemmt HIV-Übertragung zu Partnern

Auch wenn es in der Vergangenheit zahlreiche Aufklärungskampagnen gegeben hat und eigentlich jeder mit den Gefahren, die mit einem Geschlechtsakt ohne ausreichende Verhütung einhergehen, vertraut sein sollte, erkranken leider immer noch sehr viele Menschen an Aids. Besonders groß ist die Gefahr an Aids zu erkranken dann, wenn der Partner HIV positiv ist. Wie eine Studie eines US-Instituts, dessen Spezialgebiet Allergie- und Infektionskrankheiten sind, nun herausgefunden hat, kann eine frühe Behandlung dafür sorgen, dass das Risiko, den HIV-Virus an seinen Partner weiterzugeben, um bis zu 96 Prozent gesenkt werden.

Die Studie

In der besagten Studie, die 2005 begann, wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe der an Aids erkrankten Menschen erhielt sofort verschiedene Aids-Medikamente, während die andere Gruppe diese Medikamente erst dann erhielt, als sich ihre Wette verschlechterten. 2011 wurde dann eine Art Zwischenbilanz gezogen, bei der herauskam, dass die Gruppe, die die Aids-Medikamente erst dann enthalten hatte, als sich ihr Zustand verschlechtert hatte, mehr Partner angesteckt hatte als die Gruppe, die die Aids-Medikamente von Anfang an erhalten hatten. 1700 Paare nahmen an der Studie teil. Ein Partner war dabei jeweils immer gesund, während der andere Partner an Aids erkrankt war. Bis 2011 hatten sich 39 dieser Partner, die mit jemandem zusammen waren, der an Aids erkrankt war, ebenfalls mit dem HIV-Virus infiziert. Es konnte nachgewiesen werden, dass 28 dieser Neu-Infektionen auf den Partner zurückzuführen waren. 27 der Menschen, die sich neu mit dem Virus infiziert hatten, befanden sich in der Gruppe, in der die Partner das Medikament erst nach einer Verschlechterung des Zustands erhalten hatten.

Konsequenzen

Viele Forscher fordern nun, dass Menschen, die mit dem HIV-Virus infiziert sind, viel früher behandelt werden. So könnte vermieden werden, dass sie andere Leute damit anstecken. Denn es ist tatsächlich so, dass viele Menschen erst mit Aids-Medikamenten versorgt werden, wenn sich ihr Zustand verschlechtert. Dieser Zustand ist, in Anbetracht der großen Ansteckungsgefahr, eigentlich unhaltbar. Denn wie diese Studie bewiesen konnte, könnte man mit einer rechtzeitigen Versorgung durch Medikamente dafür sorgen, dass sich weniger Menschen mit dem HIV-Virus infizieren. Es bleibt zu hoffen, dass sich die dafür zuständigen Personen die Ergebnisse dieser Studie zu Herzen nehmen, sodass bald für alle Menschen eine rasche Versorgung mit den entsprechenden Medikamenten gewährleistet ist.